Primus der Dritte

Rebschnitt am Anfang jeder Vegetationsphase

Wie jetzt?! Gibt’s denn schon einen dritten Primus?
Nein! Aber die Arbeit beginnt schon wenige Tage nach der Lese!

Um Ihnen diese Arbeiten im Weinberg/Keller näher zu bringen, habe ich mit der Kamera ein paar Filmchen geschossen und bei „youtube“ hochgeladen.

Sie sollen Ihnen einen Eindruck vermitteln wie viel Arbeit in jedem Tropfen Wein steckt.




Weitere Filme/Bilder werden im Verlauf des Jahres ergänzt:

Anschließendes „Rebenrausziehen“ im Weinberg…

Das Rebholz wird in die Mitte der Reihe gelegt und anschließend mit einem „Mulcher“ kleingehäckselt. Die im Rebholz eingelagerten Mineralstoffe werden dem Boden wieder zugeführt!

Wie einfach das geht! Früher wurde das Rebholz von Hand aus der Zeile getragen, auf Haufen gesetzt und verbrannt… Dies geschieht heute übrigens immer noch in Steilhängen, wo ein Maschineneinsatz nicht möglich ist

Das „Rebenbiegen“ erfordert eine Menge „Fingerspitzengefühl“. Bereits beim Anschnitt sollte darauf wert gelegt werden, dass die Triebe nur „Bleistift-dick“ sind.
Sind die Triebe dicker, führt dies zu erhöhtem Abbrechen und somit zu weniger Ertrag! Auch sollte die max. Trieblänge mit dem Stockabstand übereinstimmen; dort wo sich Triebe überkreuzen, führt dies zu Verdichtungen und daraus resultieren „Fäulnis-Nester“!

Das Ausbrechen! Überzählige Triebe und Wasserschosse werden ausgebrochen. So wird die ganze Kraft des Stockes gezielt auf die übergebliebenen Triebe gelenkt! Ziel: Schnelleres Wachstum, bessere Holzreife und weniger Ertrag!

Die Rebe schießt sprichwörtlich in die Höhe. Aus einer kleinen Knospe sind stattliche Triebe geworden, die links und rechts des Drahtrahmens emporschießen. Mit Ranken ausgestattet ist die Rebe in der Lage sich überall „festzuhalten“. Um den Halt der Laubwand zu gewährleisten muss man allerdings ein wenig nachhelfen, indem man durch die Reihen läuft und die Triebe zwischen die Drähte steckt…

Der Laubschnitt ist einer der wichtigsten Arbeiten im Jahr! Durch das „Kappen“ der Triebspitzen geht alle Kraft der Rebe in die Beeren! Je später dieser Arbeitsschritt erfolgt, desto kleiner bleiben die späteren Trauben! Dies hat den Vorteil, dass die Trauben sich am Stielgerüst nicht gegenseitig abdrücken und bis in den Oktober hinein gesund bleiben!